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50 Ein Tag mit den Pilgern

Der Tag konnte nicht schlimmer anfangen, man servierte mir zwei mal Kaffee mit Zucker und ein frittiertes Teigbällchen enthielt in der Mitte frische Zwiebeln.---Meine Besichtigung begann an einem dreiteiligen offenen Tor zum Meer wo Stufen ins Wasser führen und die Menschen ihre Waschungen vornehmen, auch die Kleider werden gleich mit gewaschen. Anschliessend bewegt man sich Richtung Tempel (nass) und wird durch ein Absperrungssystem - wie an der Airport Emigration- zu den 22 heiligen Tempelteichen geleitet.  Bis dahin bin ich gegangen, und konnte gerade noch umkehren bevor eine grosse Gruppe Pilger den Rückweg versperrte. Ich gehe nicht ins Wasser, wo Tausende von Indern baden - in der Alsterschwimmhalle bin ich an einem Samstag schon geflüchtet, weil so viele behaarte Südländer im Wasser waren.-----So komme ich deshalb nicht in den Genuss, das Tempelinnere und Ramas Fussabdruck zu sehen. (Den von Jesus an Ruta Antico in Rom habe ich auch verpasst). So umrunde ich den Tempel, der auch wieder mit hohen Mauern umschlossen ist ,und an jeder Seite einen einem hohen gelben  Pyramiden förmigen Turm als Eingang hat. Auch diese Türme sind mit Götter und Dämonenfiguren besetzt, nicht so üppig wie in Madurei - hier ist es die zitronengelbe Farbe die in der heissen Sonne leuchtet. Rund um den Tempel führt auch eine verkehrsfreie Strasse und wird mit Geschäften, Hotels, Restaurants und Trinkhallen umschlossen. Wie schön wäre es, jetzt irgendwo sitzen und was trinken - die Restaurants sind dunkler Löcher und die Trinkhallen schmutzige Bretterbuden. Die Strassen sind staubig und voller Menschen - es ist wie Hafengeburtstag auf einem Acker, heiss und staubig, und ich bin die Fremde!!! Ein Taxifahrer  bietet mir an, zu der Ostspitze Danuskhodi zu fahren, wo eben Indien und Sri Lanka verbunden waren. So viele unterschiedliche Berichte gab es zu lesen (nur mit 4x4 Wheeler, nur zu Fuss , gar nicht) dass ich es einfach ausprobieren will. Endlich aus dieser schrecklichen Stadt hinaus fahren wir auf einer schnurgeraden Strasse. Auf einer kleinen Halbinsel ist ein wichtiger Tempel und wir machen  einen Stop. Ich habe das Gefühl, alles was Räder hat, hat sich hier versammelt, zur Freude der Pilger wird mit einem Lautsprecher Musik übertragen. Essenstände und Andenkenläden ergänzen das Tempelambiente. Weiter geht es auf der ganz neuen Strasse nach Danushkodi, das kündigt sich an mit einer endlosen Schlage parkender Vans und Autobussen. Irgendwann geht verkehrsmässig nichts mehr und wir stecken im Sand und das Hupkonzert ist ohrenbetäubend und ich will nur noch weg - was der Taxifahrer so gar nicht begreifen kann - wir sind doch gleich da! Ein weisser Tourist steht völlig verzückt im diesem Chaos und fotografiert. Auf dem Rückweg möchte der Fahrer mir noch eine Freude machen und hält an einem schönen Platz. Links und rechts der Strasse sind Kokos Wäldchen und anschliessend weisse endlose unerschlossene, leere Strände. Die Kokoswäldchen sind mit Picknickmüll übersät und als ich den heissen Strand erreiche und mich auf das Tosen der Brandung freue, höre ich Stimmen. Vier junge Inder erblicken mich und ändern sofort ihren Weg in meine Richtung.  15 km  einsamer Strand, aber überall wird man konfrontiert -hier wünsche ich mir eine Reisegruppe, aber nur hier).----Nun warte ich auf meinen Rücktransport nach Madurei, der Fahrer sagte ,ich soll an der Rezeption warten....warten...warten. Ich habe nur eine Telefonnummer, da meldet sich keiner, ich rufe schliesslich im  Hotel in Madurei an und die kümmern sich. Ein grimmiger, schwitzender, dicker Fahrer kommt zu Fuss und bellt: Madurei?? Zum Van bezahle ich dann ein Tuk-tuk. Auch der Rücktransport ist hoffnungslos überladen und ich werde wieder ziemlich unfreundlich empfangen, noch ein weiterer Passagier, der Platz wegnimmt! Auch die Rückfahrt dauert vier endlose Stunden und wir kommen in den Samstag Nacht Verkehr von Madurei - was eine eigene Story wäre.

14.2.16 09:29

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