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54 Ajanta Höhlen

Nach langer Überlegung habe ich mich entschlossen, die Höhlen (170 km von der Stadt entfernt) mit einer geführten Tour zu besuchen: Höhlen - dunkel - einsam - angst! Es waren jedoch nur 4 Personen, die mit einem grossen, bequemen Volvo A/C Bus transportiert wurden. Die Fahrt führte durch eine endlose, fruchtbare Ebene - wer isst nur diese Mengen Zwiebeln, die hier angebaut werden? Es gab Mais, Zuckerrohr, Baumwolle und Getreide - sah jedenfalls so aus. Hier abseits der wichtigen Routen verkehren Ochsenkarren, Sammeltaxis und auch viele Menschen laufen entlang der Strasse. Die Dörfer sind unbeschreiblich  -einfach nur chaotisch Indisch. Ankunft am Parkplatz der Ajanta Höhlen wurden meine Bedenken wegen der Einsamkeit zerstreut. Reisegesellschaften aus allen Erdteilen haben sich hier versammelt.------Die Höhlen liegen an einem Canyon dessen Fluss  Waghora eine perfekte U-form bildet. Die Tiefe dürfte ca 800 meter sein und die Höhlen sind auf der äusseren U-Seite in halber Höhe in die Felsen geschlagen. Allein dieser Anblick ist schon gewaltig.  Die erste Innschrift in Stein gemeisselt datiert von 2 Jh. v.CH. und es scheint der erste Ort der buddhistischen Mönche zu sein, wo sie sesshaft wurden. Nahe der Handelsrouten - um Almosen zu empfangen - aber weit weg von den Dörfern um zu meditieren. Man schätzt, dass 200 Mönche hier gelebt haben und ein Heer von Steinmetzen, Künstler  und Arbeiter beschäftigt haben (von den Almosen?) Im 7 Jh. n.Ch. wurden die Höhlen verlassen und wurden von der Vegetation überwuchert. Durch Zufall wurden die Höhlen um 1900 von britischen Jägern entdeckt, diese Entdeckung ist mit der von Macchu Piccu gleichzusetzen - aber man weiss viel mehr über die Historie. Es gibt 28 in den Fels geschlagene Höhlen und diese sind mit kunstvollen Portalen geschmückt. Im Inneren gibt es reich verzierte Säulenhallen und an der Stirnseite ist jeweils eine Buddha Statue. Eine Halle weist eine Stupa auf und das Dachgewölbe ist wie ein Gerüst gemeisselt. Elephanten wurden auch immer wieder aus dem Stein gemeisselt. Das wirkliche Wunder sind die farbigen Gemäldezeichnungen an den Felswänden. Mit Naturfarben wurde die Gemälde aufgetragen und mit einem komplizierten Verfahren haltbar und glänzend gemacht. Alle Wände wurden bemalt und erzählen das Leben Buddhas und seiner Lehren. Da die Bilder so unendlich alt sind, kann man ohne fundierte historische Kenntnisse nicht den Sinn erkennen - Broschüren zeigen die ursprünglichen Motive und Erklärungen. Jede Höhle scheint einen anders gestalteten Eingang zu haben, sogar über 2 Etagen wurden die Höhlen gemeisselt. Unglaublich schwierig auch, die Höhlen in der halben Höhe des Berges zu meisseln. Es fällt mir schwer, dieses Weltwunder zu beschreiben - ich hoffe meine Fotos erzählen mehr von dieser grossartigen Kultstätte.

25.2.16 17:01, kommentieren

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52 IXM - HYD - IXU - MUM

Dahinter verbirgt sich meine Weiterreise: von Madurei via Hyderabad nach Aurangabad und schliesslich nach Mumbai. Für die Ausarbeitung dieser eigentlich einfachen Strecke habe ich mehrere Abende gebraucht. Denn Aurangabad wird nicht durch viele Airlines angeflogen und ich wollte nicht via Mumbai - und dort übernachten. Via Hyderabad bot sich schliesslich an, auch weil der Airport nahe der Stadt ist, und Airporthotels nur 5 km entfernt sind. Die Reise ist dann auch nicht weiter spektakulär verlaufen; ich war nach 4 Monaten wieder in der realen westlichen Welt. Der Flughafen von Madurei sah aus, wie soeben erbaut, alles Glas und Marmor und sooo sauber. Die Passagiere trugen lange Hosen und die Abfertigungs Mädchen trugen kniekurze Röcke und Hackenschuhe. Es hat kein Mensch mehr gespuckt und gerülpst. Leider hatte ich 11 kg Übergepäck und musste € 45,- nachzahlen (der Flugpreis war nur € 50,-)Nach nur 2 Stunden landeten wir in Hyderabad und dieser Airport war noch viel schöner und neuer. Eine Palmenallee führte vom Terminal zu den Taxis und dort gab es "Frauentaxis". Bedauerlicherweise kannte sie nur das teuerste Hotel. Die 5 km bis zu den Airporthotels fuhren wir durch eine prachtvolle Gartenanlage und ich bedauerte es schon, hier nicht einige Tage zu verweilen - bis wir dann die Airport Road verliessen - und wieder im indischen Indien ankamen. Das Hotel bot mir ein Interior Zimmer an, was ja schlimm ist, aber ich habe wunderbar geschlafen. Es gab eine 20 cm dicke Matratze und es war so kühl, dass ich zum ersten mal wieder unter einer Decke geschlafen habe. Das Hotel Restaurant war gerade geschlossen, sodass ich über die unbeleuchtete Strasse durch Horden von Männern und Mopeds zu einem Family Restaurant ging. Das befand sich im Keller und Family gab es nicht - nur Männer. Ich wurde von 5 Kellner bedient, und eine Gabel zu bekommen, war nicht einfach.---Der Weiterflug nach Aurangabad war gegen Mittag, und ich brauchte bei dieser Airline kein Übergepäck zu bezahlen, so konnte ich die ganze westliche Pracht eines Airports geniessen!!! Der Flug war fürchterlich, obwohl der Himmel wolkenlos war, gab es heftige Turbulenzen und das kleine Maschinchen wurde arg gebeutelt und setzte dann mit einem unsanften Stoss in Aurangabad auf. Der Airport ist so gross wie Rhein-Neckar in Mannheim und die paar Passagiere waren sofort weg, während ich noch mit dem Prepaid Taxi über das Hotel verhandelte. Laut Booking.com wollte ich zu Vista Rooms at Seven Hills: das sei eine Travel Agencie und kein Hotel. Der Fahrer sollte recht behalten und ich entschied mich für das Atithi Hotel - welches genau dem Vista Room entsprach.

20.2.16 17:07, kommentieren