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56 Die letzten Tage in Indien

Nachdem ich in und um Aurangabad alles Interessante besichtigt habe, schlage ich mir buchstäblich die letzten drei Tage um die Ohren. Das Hotel Atithi bietet zwar jeglichen Komfort, jedoch ich kann es fast nicht nutzen. Am ersten Tag bin ich voller Freude  im Bikini in den Pool gesprungen - es dauerte nur Sekunden, bis das gesamte Personal aus allen Türen und Fenstern glotzte. Einige Sekunden später waren auch die Bauarbeiter der nahen Baustelle da. Was sollte ich tun: aus dem Wasser und noch mehr glotzen?? So schwamm ich meine Runden, machte ein Essig Gesicht und nach ca 20 Minuten verzogen sich die Inder. Die nächsten Tage schwamm ich mit Leggins und T-shirt (das wie wie Sex mit Präser)- und jetzt schaut auch keiner mehr.------Eines Tages waren ca 30 schnurrbärtige, windeltragende, schwarze Tamilen beim Frühstück: auch hier brauchte ich meine ganze Selbstsicherheit um durch diese Männerhorde durchzugehen und mein Frühstück zu verzehren.-----Dann war noch das Vollmond-Fest. Ganz Aurangabad war wie aufgescheucht: alles was Räder hat, fuhr wild hupend durch die Gegend. Meistens hatten die Beifahrer noch orange Tücher, und viele hatten diese Tücher um den Kopf. Alle Hotels waren ausgebucht, so auch meiine Bleibe. Der Ballsaal und die Konferenzsäle waren voll belegt und die "Party" ging bis zum frühen morgen.
Die Männergesellschaften standen einfach nur in Gruppen zusammen, palaverten, fotografierten sich gegenseitig und führten endlose Telefonate. Am nächsten morgen sind sogar einige in den Pool, schick mit Unterhose und paddelten wie Kleinkinder im Wassser - denn Inder können in der Regel nicht schwimmen.-------Ein grosses Ereignis kündigte sich an, der Hotel-Eingang wurde geschmückt und illumieniert, Blumen wurden gebracht und der Weg zum Ballsaal mit weissen Tücher und Girlanden als Festzelt hergerichtet. Eine Hochzeit!! Dutzende von Fahrzeugen brachten die Hochzeitsgesellschaft, es war ein bunter Haufen Menschen!! Eine silberne Kusche mit einem Schimmel brachte schliesslich das Brautpaar voller Gold und Silber in unendlich viel Stoff eingewickelt. Die 5 Trommler gaben Alles was das Blech hergab. Die Gesellschaft begab sich dann in den Ballsaal und ich stellte mich schon auf eine schlaflose Nacht ein - nach zwei Stunden war die "Vorführung" beendet, und die Leute fuhren wieder ab.-------Das Hotel ist ein Buisness- Tagungs- und Event Hotel und es gibt kaum andere Gäste, und eine Heerschar an Personal, sodass ich mich nicht sehr wohl fühle. Um die Zeit bis zum Abflug zu überbrücken, gehe ich jeden Tag in eines der 5 Sterne Hotels an den Pool und zum Lunch. Diese Luxus Hotels sind genauso leer, da kommen nur abends die Busse der Reisegesellschaften und die fahren morgens wieder weg.------Mein Fazit für Indien: ich habe 5 Monate nicht gefroren, es gab keinen Unfall oder Überfall, unversehrt kehre ich zurück, und ich hatte nicht diese Ängste wie in der Südsee (wenn ich die schlimmen Bilder von dem Cyclon über Fidji sehe), die Reise blieb in meinem Budget, das Essen war super (ich überlege, weiterhin vegetarisch zu kochen), es war super angenehm in den Restaurants wurde ich so toll bedient, wie VIP, das werde ich bestimmt vermissen.------Vielen lieben Dank an alle. die so Anteil an meiner Reise genommen haben und mich begleitet habe - wir sprechen uns bald in Hamburg.

28.2.16 16:34, kommentieren

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55 Kailash Tempel

Der Kailash Tempel ist der Höhepunkt der Höhlen von Ellora. Diese Höhlen liegen nur 30 km von Aurangabad entfernt und ich bin dort zweimal gewesen: zuerst mit der Tour und dann nocheinmal mit einem Taxi. Der Tempel soll um 700 n.CH. aus dem Berg geschlagen worden sein: Holzkeile wurden in den Felsen geschlagen und mit Wasser getränkt, sodass sich das Holz dehnte und schliesslich den Fels spaltetet. So wurden drei tiefe Gräben von der Bergspitze erarbeitet und der Fels in der Mitte blieb als Monolith stehen. Dieser Monolith wurde mit Hammer und Meissel so kunstvoll bearbeitet, dass keine blanke Stelle zu sehen ist.  Der Eingang zum Tempel erfolgt durch eine dicke Steinwand und danach gibt es überall grosse Reliefbilder von Götter, Göttinnen und Dämonen. Im Vorhof stehen sich zwei lebensgrosse Elephanten gegenüber, und ein 30 meter hoher Pyramidenturm steht vor dem Heiligtum. Dieses ist ein ziemlich schmuckloser grosser Saal mit 16 Säulen und fast ganz im Dämmerlicht. Weiter folgt eine kleine Halle mit dem Stier Nandi, der ist schon ganz blank und glänzt, durch die vielen Berührungen. Man umrundet dann den Tempel von aussen und dieser ist rundherm mit Elephanten-Reliefs und Lotus Blüten verziert. Unter dem Felsüberhang rund um den Tempel sind grosse Versammlungshallen mit vielen Säulen in den Fels geschlagen (die sind schon ziemlich einsam, ich bin nur vorne entlang gegangen). Es gab jedocch einen ziemlich steilen Steinweg auf den Gipfel und von oben war die ganze Schönheit des Tempels zu sehen. Vorallem auch die Konstruktion, wie der Tempel aus dem Felsen gehauen wurde. Auch die Dächer des Tempels sind mit Ornamenten und Löwen Skulptturen reich verziert.-----In Ellora gibt es noch weitere 34 Höhlen, und diese sind nie in Vergessenheit geraten: zuerst waren die buddhistischen Mönche hier, danach kamen Hindu Priester, und auch Muslime lebten hier. Die neueren Höhlen wurden durch die Jain Mönche gestaltet. Besonders hübsch fand ich den weissen Kalkputz auf diesen Jain Höhlen, das sieht aus wie Schnee (soll an den Himalaya erinnern). In einer dieser Höhlen wurde auch eine Nachahmung des Kailash Tempels in Miniaturforrm errichtet - der sieht nicht so Erhaben  aus. Alle diese Höhlen sind besonders gestaltet, mit grossen Portalen, mit Balkonen, zwei und drei Stockwerke hoch, manche sehr tief in den Felsen geschlagen mit Säulen und vielen kunstvollen Ornmenten. Hier gibt es nur wenige Gemälde - die Witterung zerstörte wohl die Farbe. ----Ich könnte hier wohl Tage verrbringen und würde nicht alles sehen können - aber diese Besichtigungen sind auch sehr anstregend, und ich bin abends so kaputt, dass ich ess nicht mehr schaffe, zum Dinner.

1 Kommentar 27.2.16 16:57, kommentieren